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  • Hűség Napja - December 14.
    der Volksabstimmung auf den 14 16 Dezember 1921 Venedig war ein Meilenstein Es war der erste diplomatische Erfolg des in einen feindlichen Ring gezwängten und beschnittenen Ungarn Das erste Kettenglied des Trianoner Friedensdiktats zerbrach Den Protokollen von Venedig war aber auch noch anderes zu verdanken Die ungarische Delegation und der italienische Außenminister schlossen eine geheime Vereinbarung Torretta verpflichtete sich all seinen Einfluss geltend zu machen damit bei der Ziehung der

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  • Hűség Napja - December 14.
    der Unterschrift des Stadtrates und dem Rundsiegel der französischen Generälekommission ausgestellt am 25 November abgab Vom Vorsitzenden übernahm man einen blauen ungarischen und einen gelben österreichischen Wahlzettel mit dem dazugehörigen Umschlag dann ging man in die Kabine Dort zerriss man den für Österreich stehenden Zettel und steckte ihn zusammen mit dem blauen für Ungarn stehenden unversehrten Zettel in den Umschlag Den zugeklebten Umschlag übergab er dem der Kommission beigestellten Ententeoffizier der ihn vor den Augen aller Anwesenden in die Urne warf Nach Beendigung der Abstimmung wurden die Kisten mit Gazebändern verschlossen und an mehreren Stellen mit dem Siegel der Ententemission abgestempelt Die Volksabstimmung war geheim Das Ergebnis wurde am 17 Dezember in der Zrínyi Ilona Offizierstöchter Erziehungsanstalt veröffentlicht die Soproner Zeitungen verkündeten in einer Sonderausgabe im ganzen Land dass wir mit 7107 Stimmenmehrheit Ungarn geblieben sind Für Ungarn stimmten 15304 Personen für Österreich 8227 Es gab 502 ungültige Stimmen Die Stimmen der treuen Soproner deutschsprachigen Wähler die insgesamt 48 der Bevölkerung ausmachten entschieden Soprons Schicksal Obwohl die Bevölkerung der umliegenden Dörfer zu 54 5 für Österreich gestimmt hatten mit Ausnahme von Nagycenk dem kroatischen Kópháza Koljnof und dem katholischen deutschen Fertőboz entschied sich Sopron zu 72 8 für Ungarn Am

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  • Hűség Napja - December 14.
    bestenfalls auf der Ebene von reinen Privatinitiativen Angespornt von Soprons Erfolg stellte man in Ungarn in einigen Fällen Überlegungen zu weiteren Schritten an und warf die Zurückgewinnung des Restburgenlandes oder zumindest eines Teiles davon auf Die Argumentation stütze sich auf die Betonung historischer Rechte und moralische Anschuldigungen z B mit der Anwendung von Begriffen wie der Untreue des früheren Partnerlandes oder dem Grabräuber Österreich In den 1930er Jahren während des Erstarkens der pangermanischen Bestrebungen gerieten Gedanken zur Gebietszurückgewinnung in den Hintergrund und im Schatten der erstarkenden deutschen Bestrebungen charakterisierte ein immer stärkeres Gefahrenbewusstsein die ungarische öffentliche Meinung In Sopron hatte das aufgrund des Anteils an Deutschen in der Bevölkerung und der Auseinandersetzungen während der Volksabstimmung eine besonders große Auswirkung Im Hinblick auf die praktische Durchführung erschien am Anfang der Gedanke an eine gewaltsame Intervention in erster Linie in Kreisen der Rassenschützer als eine mögliche Alternative Das traf aber bald auf diplomatischen Widerstand Als realistischer erwiesen sich jene Versuche die sich auf das Ausklinken des burgenländischen österreichischen Kapitaleinflusses und die Verlangsamung der Konsolidierung des Bundeslandes richteten Natürlich entstanden auch diesseits auf ungarischer Seite der Grenze an die Regierung gerichtete Aufschriften und es kam zu verschiedenen Äußerungen patriotischen Eifers Die Regierung jedoch lehnte die Soproner Forderungen ab und machte unmissverständlich klar dass eine Zurückforderung des Burgenlandes nicht in Frage komme denn es ließe sich nicht mit ethnischen Argumenten begründen sondern würde im Gegenteil die ungarischen Argumente für eine Zurückgewinnung von Siebenbürgen Erdély und Oberungarn Felvidék geradezu lächerlich machen Darüber hinaus war das Gebiet einfach nicht so viel wert dass man dafür das ausgewogene österreichisch ungarische Verhältnis oder auch das Verhältnis zu den Ungarndeutschen oder Deutschland das sich zur Großmacht entwickelte gefährdet hätte Die große Politik Die junge österreichische Republik wurde in den zwanziger Jahren von schwerwiegenden inneren Krisen geschüttelt und obwohl man

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  • Hűség Napja - December 14.
    auch in dieser Hinsicht nicht einheitlich war und die vielen parallel arbeitenden zuständigen Organe in dieser Frage oft widersprüchliche Anweisungen ausgaben und da passte die ständige Betonung der Sache des westungarischen Volksbodens nicht hinein Der deutsche Außenminister Ribbentropp z B ermahnte wegen Sopron überlaute Wiener Kreise persönlich zur Mäßigung Der Anschluss brachte nur insofern die Situation im Burgenland in Unruhe als dass im Falle einer Vereinigung von Österreich und Deutschland ein Teil der ungarischen Politiker eine Rekompensation in Form der Rückgabe der abgetrennten westlichen Gebiete erhoffte Wohl wissend dass Österreich dem der Anschluss in den Friedensverträgen verboten worden war den überwiegend von Deutschen bewohnten Gebietsstreifen der westlichen Komitate Ungarns das spätere Burgenland quasi als Schadenersatz bekommen hatte Im Falle einer Vereinigung hätte nach ungarischer Auffassung die fremde Besetzung der Region die Rechtsgrundlage verloren Der Diskussion und dem Traum der Revindikation setzte schließlich Hitlers entschiedene Ablehnung ein Ende Auch wenn Hitlerdeutschland sorgfältig auf das gute Verhältnis zu dem potenziellen Verbündeten Ungarn achtete so deklarierte es eine Sache ganz klar es ist nicht bereit auch nur auf einen Quadratkilometer zu verzichten auf dem Deutsche leben Das Dilemma konnte allenfalls sein was wohl das weitere Schicksal des hinter den ungarischen Grenzen verbliebenen deutschen Volksbodens unter anderem dem westlichen Grenzstreifen sein werde Zur Klärung dieser Frage kam es wegen des Verlaufes des Zweiten Weltkrieges zum Glück nicht Auch die ungarische Regierung behandelte die westungarische Frage mit Zurückhaltung Österreich galt trotz aller Spannungen als wichtigster außenpolitischer Partner der ungarischen Regierung Die in vieler Hinsicht aufeinander angewiesenen österreichisch ungarischen Interessen duldeten nach 1921 keine Eskalation des Problems mehr Bezeichnenderweise scherten die ungarischen revisionistischen Kreise die die Zurückgabe des Burgenlandes verlangten Wien nicht mit den anderen Zielpunkten ihrer Forderungen mit Prag und Bukarest über einen Kamm Deshalb war im Standpunkt von Kreisen die außerhalb der lokalen und

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  • Hűség Napja - December 14.
    Beziehungen normalisierten die Lage weiter Am Ende der zwanziger Jahre folgte scheinbar eine erneute Renaissance der Gebietsdiskussion Ab 1927 erhielt der Gedanke der ethnischen Revision in Ungarn einen neuen Impuls Infolge der Aktion des englischen Pressemagnaten Lord Rotheremere der ziemlich sensationslustige Boulevardblätter veröffentlichte richtete sich das internationale Interesse auf die Frage der ungarischen Revision der edle Lord veröffentlichte unter dem Titel Hungary s place in the Sun Safety for Central Europe eine Schrift in seiner Zeitung Daily Mail Für die ungarische Regierung war dieser Anlass gleichzeitig nützlich und auch unbequem und unbefriedigend Nützlich weil dank des Lords die Trianon Frage endlich in der internationalen Presse Leserschaft fand Unbequem weil es nicht wenig Mühe kostete das negative Echo aus den Nachbarstaaten bzw aus Paris und London zu dämpfen Und schließlich unbefriedigend weil die Konzeption des Lords die mit relativ kleinen Veränderungen einherging auf vernünftigen Grenzkorrekturen gründete und grundlegend auf ethnischen Argumenten beruhte in den Augen der ungarischen Gruppierungen die eine integrale Revision forderten darunter die damals entstehende Ungarische Revisionsliga unhaltbar war Die Westungarn Frage wurde eben deswegen von der ambitionierten Revisionsbewegung nicht berührt Gleichfalls am Ende der 20er Jahre knüpfte man große Hoffnungen an eine Neuordnung die mit der Unterstützung einer Großmacht damals noch in erster Linie mit Unterstützung der italienischen Außenpolitik vollzogen werden sollte Die Äußerungen der italienischen Außenpolitik gaben auch entlang der Grenze Anlass zu gewisser Zuversicht Mehrere italienische Zeitungen darunter auch der maßgebende Corriere della Sera brachten tendenziöse Artikel über die aggressive burgenländische Germanisierung und es kursierten Gerüchte dass Italien im Tausch für den Verzicht auf Südtirol die Rückgabe des Burgenlandes von der Wiener Regierung verlangt Daraus wurde natürlich nichts Anfang der dreißiger Jahre ordneten die Weltwirtschaftskrise und schließlich der wachsende deutsche Einfluss die Beziehungen neu Obgleich vereinzelte Meinungen in dieser Sache zu hören waren stärkte in Bezug

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  • Hűség Napja - December 14.
    und verzerrten Siedlungsstrukturen gleichzeitig zu kämpfen hatte Der Verlust des gemeinsamen Marktes der Monarchie und dann die Abtrennung des eigenen Marktbereichs traf Sopron besonders empfindlich Der Ausfall des österreichischen bzw Wiener Marktes machte die Ausfuhr von Wein Lebendtieren Obst und Gemüse unmöglich die Zerstückelung des eigenen wirtschaftlichen Einzugsgebietes verursachte weitere schwere Schäden in der Wirtschaft der Stadt Nach 1921 bot die Stadt dem Besucher ein deprimierendes Bild Der Marktplatz war entvölkert sogar die Wochenmärkte waren wie ausgestorben in den Geschäften gähnende Leere Sopron versuchte aus eigener Kraft und mit Hilfe der Regierung aus der Krise herauszukommen Dafür schienen die Chancen 1922 gut zu stehen als Kuno Klebelsberg damals Innenminister im Soproner Wahlkreis für die Regierungspartei zu den Wahlen zur Nationalversammlung antreten wollte Auf den Vorschlag von Klebelsberg hin genehmigte der Ministerrat prinzipiell dass in Sopron ein Rinderexportmarkt gegründet wird Durch die Intervention der Stadtführung kam es zu vorteilhaften Zolltarifveränderungen einige Export und Importverbote wurden aufgehoben und die Stadt erhielt 1922 das Marktrecht für den Tierexport und ein Jahr später das Marktrecht für den Pferdeexport Um den Weinanbau pflegen und den Bedarf an Fachleuten im westungarischen Weinbaugebiet befriedigen zu können beschloss man eine Fachschule für Weinbau zu gründen für den Vertrieb wollte man den Aufkauf und Export im großen Stil starten Das Verteidigungsministerium übergab auch das Gebäude der früheren Militärrealschule für eine Landwirtschaftsschule die jedoch die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllte und nicht gut funktionierte Obwohl einige Ergebnisse für die Unterstützung Soprons zustande kamen noch am ehesten bis zur Mitte der zwanziger Jahre blieben die ehrgeizigen Pläne und die Wahlversprechen zum großen Teil Theorie Die Versprechen der Regierung verebbten im Anschluss an den großen Enthusiasmus nach 1921 Nach dem Verklingen der Hochrufe stellte sich heraus dass die Stadt nur mit wenig rechnen kann wenn es um Konkretes geht Um der

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  • Hűség Napja - December 14.
    Zeit der beiden Kriege auch das ungarische Manchester nannte Die Stadtführung trug zu alledem mit der Schaffung von Infrastruktur und Steuervergünstigungen bei Es gehörte zur pragmatischen Stadtpolitik dass sich in wirtschaftspolitischen Fragen auch die Opposition hinter den Bürgermeister stellte der sich wiederum seinerseits bemühte in diesen Fragen seine politischen patriotischen Gefühle beiseite zu lassen Sein Verhältnis zur burgenländischen und österreichischen Politik hinderte ihn nicht daran in wirtschaftlichen Fragen offen zu sein und sich mit dem gleichen Interesse und der gleichen Intensität der Ergreifung der sich von jenseits der Grenze bietenden Möglichkeiten zuzuwenden als wenn sie nicht von seinen eingeschworenen Feinden stammen würden Die Auswirkungen der Volksabstimmung kamen aber nicht nur in der Wirtschaftssphäre zur Geltung Der 14 Dezember 1921 und das Andenken an diesen Tag sind in Sopron ein entscheidender Richtungspunkt ein bestimmender Faktor geblieben Die in der Volksabstimmung gezeigte Haltung wirkte sich lange Zeit auf die politischen Verhältnisse der Stadt auf das Schicksal der deutschen und ungarischen Bevölkerung aus Das hatte gleichermaßen positive wie negative Aspekte Der Gedanke der civitas fidelissima und der dahinterstehende demonstrative Ausdruck der Zugehörigkeit zur Nation war auch in anderer Weise das A und O in den Äußerungen der Stadtpolitiker in der Zwischenkriegszeit Das positive Erlebnis der Volksabstimmung erwies sich als integrative Kraft hinter die sich in der Zeit Kräfte der unterschiedlichsten Ideologiezugehörigkeit stellen konnten neben den christlich konservativen Gruppierungen der Stadt die Liberalen ja sogar die Sozialdemokratie die in ihrer Landespolitik den Revisionsgedanken verurteilte Mit Hilfe des ständigen beinahe schon zum epischen Requisit hochstilisierten Attributs versuchte man aus dem Wahlergebnis politisches und moralisches Kapital zu schlagen und die Stadtpolitik war bestrebt die Möglichkeiten maximal auszunutzen Die ständige Betonung der Volksabstimmung bildete eine wichtige Grundlage für die Argumente der an die Regierung gerichteten Petitionen Ob als das inhaltliche Argument der formulierten Wünsche oder nur als

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  • Hűség Napja - December 14.
    an Gömbös der die Kampagne organisierte auch darauf dass der eventuelle Sieg der Sozialisten das Ergebnis der Volksabstimmung moralisch entstellen würde Die Rhetorik der Regierung zeugte unabhängig davon und auch danach von überschwänglicher Anteilnahme Sopron erhielt zwar die heiß ersehnte Sonderbehandlung nicht aber die Wünsche der Stadt konnte man nicht einfach außer Acht lassen Dank ihrer erfolgreichen Interventionen erhielten die Leiter und Körperschaften der Stadt 1922 23 zahlreiche Vergünstigungen in Wirtschaft Handel Außenhandel die die Ummünzung der Konzeption civitas fidelissima zu praktischen Vorteilen stärkten Die Abstimmung hatte jedoch auch weniger vorteilhafte Auswirkungen Die deutschsprachige Zeitung der Stadt die Oedenburger Zeitung wurde ständig beobachtet 1923 wurde sogar aus Gründen der Staatssicherheit ihr Verbot in Erwägung gezogen In den zwanziger dreißiger Jahren wurden die Entscheidungen bei der Besetzung von Beamtenposten bei den verschiedensten Personalentscheidungen und bei der Beurteilung wirtschaftlicher Anträge auch aufgrund der Treue zur Nation und der bei der Abstimmung bekundeten Einstellung getroffen Die Aufmerksamkeit der Behörden erstreckte sich auf die verschiedensten Stellen Es war fast normal dass bei der Vergabe von Auszeichnungen Prämien z B der Auszeichnung der Wirtschaftskammer bzw bei Ernennungen in höheren Chargen vom Posten des Direktors der chemischen Untersuchungsstation bis zum Rechnungsrat der Finanzdirektion oder Zeichenlehrer ohne

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